Eine Frage der Ehre
Dem DFB gehören mehr als 6 Millionen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer an, die Woche für Woche in Mannschafts-, Pokal und Freundschaftsspielen oder in freizeitorientierten Sportgruppen ihrem Hobby "Fußball" nachgehen. Dies ist nur möglich durch nahezu 1 Million ehrenamtlicher Mitarbeiter/-innen, die in den Vereinen, in den Fußballkreisen und den Verbänden in verschiedenen Funktionen tätig sind und wertvolle Arbeit leisten. Ein derartiger Sportbetrieb, für den die Helfer freiwillig und unentgeltlich viele Stunden ihre Freizeit opfern, kann in Zukunft nur sichergestellt werden, wenn es gelingt, dieses ehrenamtliche Potential zu halten bzw. bei weiter steigendenden Mitgliederzahlen sogar noch zu erhöhen. Wer im Verein oder Verband ehrenamtlich tätig ist, weiß wie schwer die Umsetzung dieses Vorhabens ist. Es wird zukünftig schwieriger, ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen für die Erledigung der inhaltlich unterschiedlichsten Aufgaben gerade in unseren Vereinen zu gewinnen. So ist es unerläßlich, die Voraussetzungen für eine kontinuierliche und langfristige Förderung sowie Sicherung des ehrenamtlichen Engagements zu schaffen. Diese Aufgabe hat sich seit 1997 der DFB auf die Fahne geschrieben. Er möchte mit seiner Aktion zum Ehrenamt unter dem Motto "Eine Frage der Ehre" Verantwortung für seine Fußballvereine übernehmen, indem er ihnen bei der Bewältigung der aktuellen und zukünftigen Aufgaben im Bereich der Mitarbeitergewinnung Hilfestellung bietet. Die wichtigsten Ziele dieser "Frage der Ehre" lassen sich wie folgt beschreiben: - Die Unterstützung unserer Vereine bei der Gewinnung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter/-innen - Die Anerkennung der Leistung ehrenamtlicher Vereinsmitarbeiter/-innen in der Öffentlichkeit zu erhöhen Um diese Ziele zu erreichen, hat der DFB ein Maßnahmenpaket geschnürt. Es wurde ein Netz von mehr als 400 DFB-Ehrenamtsbeauftragten über alle Landesverbände und Fußballkreise Deutschlands gespannt. Diese Ehrenamtsbeauftragten sind Ansprechpartner und Berater für die Vereine in allen Fragen zum Ehrenamt. So wird gewährleistet, daß diese Aktion bis auf die Vereinsebene durchdringt. Die Kreis-Ehrenamtsbeauftragten wählen einen Mitarbeiter eines Vereins ihres Kreises aus, der für seine herausragende ehrenamtliche Leistung den DFB-Ehrenamtspreis verliehen bekommt. Die DFB-Aktion Ehrenamt wurde 1997 auf persönliche Initiative des Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, Egidius Braun, mit der Maßgabe der Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit in den Fußballvereinen ins Leben gerufen. Ziele der Aktion: - Unterstützung der Vereine bei der Gewinnung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter/-innen - Stärkung der Vereine in dem Anliegen, ihre Mitarbeiter/-innen langfristig an den Verein zu binden - Imageverbesserung für ehrenamtliches Engagement in der Öffentlichkeit Maßnahmen im Rahmen der DFB-Aktion Ehrenamt: - Jährliche Verleihung des DFB Ehrenamtspreises für herausragende ehrenamtliche Leistungen an über 360 Vereinsmitarbeiter aus allen Fußballkreisen - Durchführung von regionalen „Dankeschön“-Wochenenden für die jeweiligen Ehrenamtspreisträger eines Jahres - Pro Jahr Berufung von 100 ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen in den sogenannten DFB-Ehrenamtsclub - Organisation von jährlichen Schulungen für die Ehrenamtsbeauftragten der Kreise - Öffentlichkeitswirksame Begleitung und Unterstützung der Aktion, u.a. durch die Vereine der Bundesliga - Durchführung einer DFB-Ideenbörse zur Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen für die Vereinsarbeit Als Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung aller hierzu geplanten Aktivitäten wurde ein Netz von über 400 Ehrenamtsbeauftragten aufgebaut, die in allen Fußballkreisen Deutschlands aktiv sind. |